Ein Stück Himmel
Wir sollten / am Abend / vor das Haus treten,
tief die Luft einatmen / und den Blick /zum Himmel richten; dem Gesang des Vogels
auf dem Dach lauschen / und das milde Licht der Abensonne fühlen.
Wir sollten / beim Schließen der Türen / nicht vergessen, / etwas davon mit ins Haus zu nehmen,
vor allem / ein Stück des Himmels Peter Helbich
Trüber Advent
Advent
Es ist die trübste Jahreszeit.
Ich werde täglich blasser.
Kaum, daß es einmal richtig schneit,
ist es schon Matsch und Wasser.
Das macht mit meine Strümpfe naß
und rieselt in den Sohlen.
Und wie gesagt, man wird so blaß –
und dieses Mehr an Kohlen!
Die Bettler sind nochmal so groß
als zu normalen Zeiten.
Ich werde ihren Blick nicht los,
mit dem sie mich begleiten.
Wer diese öden Blicke kennt
und hat nichts zum Verschenken,
der kann sich bei dem Wort Advent
nichts Trauliches mehr denken.
Werner Finck
Adventskranz-Gedicht aus Bayern
Adventskranz
Jeds Jahr, wenn der Herbst verklingt, Nebel, Eis und Rauhreif bringt, wenn se’s Laub vom Astwerk trennt,
kimmt de Hoffnungzeit “Advent”.
Nach Kathrein, dem letzten Tanz, bind ma uns an Daxenkrenz, mit vier rote Kerzen drauf,
häng’ man in der Stuben auf.
Jeden Sonntag zünd’ ma froh, von de Kerzen oane o, und verbreiten so im Zimmer
oiwei mehra Hoffnungsschimmer.
Wenn de vierte Kerzen brennt, geht de Wartezeit zum End, und der Kranz verspricht bestimmt,
daß bald’s Christkind zu uns kimmt!
Leopold Kammerer
Dezemberkalender
Dezemberkalender
Adventskalenderanfangstag
Wuschzettelschreibtag
Waxhskerzengießtag
Kirschblütenzweigtag
Fenstersternefalttag
Schuhvordertürtag
Bratapfeltag
Geschenkeeinkauftag
Strohsternklebetag
Geschenkebasteltag
Weihnachtspäckchenabschicktag
Plätzchenausstechtag
Lichterkronentag
Weihnachtsgrüßeschreibtag
Tannenbaumkauftag
Wichteltag
Rosinenstollenknettag
Weihnachtsgedichtelerntag
Geschenkeeinwickeltag
Flötenstückeinübtag
Längstenachttag
Kinderzimmeraufräumtag
Riesigaufgeregtseintag
Christgeborentag
Frühammorgenspieltag
Verwandtenbesuchtag
Geschenkeumtauschtag
Wegweisersterntag
Dankeschönschreibtag
kerzenausbrenntag
Knallbumblitzzischtag
Leider habe ich keine Quellenangabe zu diesem schönen Dezemberkalender und weiß auch nicht mehr, wo ich es einst abgeschrieben hatte.
Herbstbild
Herbstbild
Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält;
denn heute löst sich von den Zweigen nur,
was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.
Friedrich Hebbel (1813-1863)
Allerheiligen und Allerseelen
Allerheiligen (lateinisch Festum Omnium Sanctorum) ist ein christliches Fest, zu dem aller Heiligen gedacht wird – auch solcher, die nicht heiliggesprochen wurden – sowie der vielen Heiligen, um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott.
Es wird in der Westkirche am 1. November begangen, in den orthodoxen Kirchen am ersten Sonntag nach Pfingsten. Allerheiligen ist ein stark österlich geprägtes Hochfest der katholischen Kirche und ein Principal Feast der anglikanischen Kirche. Die liturgische Farbe ist Weiß. Die lutherischen Kirchen feiern es als Gedenktag der Heiligen, ähnlich auch weitere protestantische Kirchen.
Im Lauf der ersten christlichen Jahrhunderte wurde es wegen der steigenden Zahl von Heiligen zunehmend unmöglich, jedes einzelnen Heiligen an einem besonderen Tag zu gedenken. Jährliche Gedenktage für Verstorbene – ob Märtyrer, Heilige oder einfache Gläubige – gab es bereits im antiken Christentum. In den östlichen Kirchen finden sich seit Anfang des 4. Jahrhunderts dann ausdrücklich Allerheiligenfeste, die als Herrentag aller Heiligen am 1. Sonntag nach Pfingsten gefeiert wurden. In der westlichen Kirche weihte Papst Bonifatius IV. am 13. Mai 609 oder 610 das heidnische römische Pantheon in Rom – zuvor das Heiligtum der antiken Götterwelt – der Jungfrau Maria und allen Märtyrern und ordnete eine jährliche Feier an, zunächst am Freitag nach Ostern. Papst Gregor III. weihte über hundert Jahre später eine Kapelle in der Basilika St. Peter allen Heiligen und legte daher für die Stadt Rom den Feiertag auf den 1. November. Ende des 8. Jahrhunderts begann man an diesem Tag das Fest vor allem auch in Frankreich zu feiern, und der Termin verbreitete sich allmählich in der gesamten Westkirche, bis Papst Gregor IV. 835 Allerheiligen für die gesamte Westkirche auf den 1. November festlegte. Seit Ende des 10. Jahrhunderts wurde, ausgehend von der Benediktinerabtei Cluny, am 2. November mit Allerseelen zusätzlich ein Gedenktag aller Verstorbenen gehalten.
Die Annahme, dass die Christen mit der Wahl des Termins das keltische Fest Samhain, ein Totenfest am ersten Tag des Winters, aufgegriffen haben könnten, ist umstritten, da auch Geschichte und räumliche Erstreckung des Samhain-Festes unklar sind. Gegen eine Verbindung spricht, dass der November-Termin für Allerheiligen zuerst im 8. Jahrhundert in Italien eingeführt wurde, wo Samhain unbekannt war. Im frühen christianisierten Irland wurde Allerheiligen zunächst im Frühjahr gefeiert. Doch muss bedacht werden, dass die Missionierung Irlands bereits im 4. und 5.Jahrhundert nach Christus begann und sicherlich irische Geistliche Italien und Rom bereisten.
Brauchtum:
Als beliebtes Allerheiligengebäck kennt man im süddeutschen Sprachraum den Allerheiligenstriezel, den die Tauf- oder Firmpaten an ihre Patenkinder verschenken. Den Brauch gibt es von Niederösterreich über das oberösterreichische Inn- und Hausruckviertel bis zum südostbayerischen Chiem- und Rupertigau. Der Striezel wird aus Germteig (Hefeteig) in Form geflochtener, mit „Körndlzucker“ oder bunt bestreuter Zöpfe hergestellt. In der nördlichen Oberpfalz heißt dieses Allerheiligengebäck „Strietzl“.
Am Tag nach Allerheiligen begeht die römisch-katholische Kirche den Allerseelentag, an dem der Armen Seelen im Fegefeuer gedacht wird. Vielerorts wird die damit verbundene Gräbersegnung bereits am Nachmittag von Allerheiligen vorgenommen. Damit verbunden ist der Brauch, die Gräber vor allem mit Lichtern besonders zu schmücken. Auf den Mainzer Friedhöfen wird die traditionelle Mainzer Kerze, der Newweling, entzündet.
Im englischen Sprachraum wird Allerheiligen (engl. „All Saints“, „All Saints’ Day“) häufig mit dem Prozessionslied „For All the Saints“ begangen.
Am Vorabend, dem 31. Oktober, wird in den Vereinigten Staaten und vielen Ländern Europas Halloween gefeiert. Das Wort Halloween leitet sich aus der amerikanisch-englischen Bezeichnung All Hallows Eve, dem Vorabend von Allerheiligen, ab. In der heutigen, aus Nordamerika zurückgekommenen Form hat es eine stark kommerzialisierte und säkularisierte Form angenommen.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Allerheiligen Stand:03.11.2011
1. November – Allerheiligen und Allerseelen
Die Feiertage Allerheiligen und Allerseelen am 1. und 2. November erinnern an die Verstorbenen. Man schmückt ihre Gräber mit Blumen und Lichtern. Im 16. Jahrhundert war es Brauch, Allerseelen Wein und Brot für die Toten auf die Gräber zu stellen und im Haus den Verstorbenen des vergangenen Jahres noch einmal ein Gedeck am Tisch zugeben und ihren Platz frei zu lassen.
November – Seelenbrote
Für Allerseelen wurden früher reich verzierte “Seelenbrote” gebacken. Weil man glaubte, dass an diesem Tag die “Armen Seelen” der Toten aus dem Fegefeuer entlassen würden, legte man über Nacht die Seelenbrote auf den Tisch in der Wohnstube, damit sie etwas zu Essen vorfänden. Die Stube wurde an diesem Tag zum ersten Mal geheizt, weil die “Armen Seelen” nicht frieren sollten. Am nächsten Tag gab man die Seelenbrote dann Waisenkindern und armen Menschen. In Tirol bäckt man auch heute noch Seelenbrote für die Kinder: Die Mädchen bekommen “Hennen” und die Jungen “Pferde” aus Semmelteig.
Quelle: http://www.labbe.de/zzzebra/index.asp?themaid=325&titelid=2659 am 3.11.2011
Halloween
Was ist Halloween?
Im Oktober ist Hochsaison für Hexen, Gespenster, Geister und alle, die sich gerne Gruseln, denn am 31. Oktober ist Halloween.
Ursprünglich, vor Hunderten von Jahren, war Halloween ein Herbstfest der Druiden im alten England. Es sei die einzige Nacht des Jahres, so glaubten die Menschen damals, in der Hexen und Geister leibhaftig auf der Erde herumspukten.
Fast jedes Kind weiß, dass Halloween etwas mit Gespenstern, Hexen und Verkleiden zu tun hat, aber kaum jemand hat eine Ahnung, was es mit dem Fest ‚Halloween’ nun wirklich auf sich hat.
Schon vor über 2000 Jahren feierten die Kelten im alten England (heute sagen wir Großbritannien dazu) zum Ende des Sommers ein großes Fest – damals hieß es noch ‚Samhain’. Der 31. Oktober war bei den Kelten der letzte Tag des Jahres, denn sie hatten einen anderen Kalender als wir heute. Der Sommer wurde mit großen Feuern verabschiedet und gleichzeitig der Winter begrüßt. Die Menschen bedankten sich bei ihrem Sonnengott (mit Namen ‚Samhain’) für die Ernte, die sie in der warmen Jahreszeit eingebracht hatten und gedachten an diesem Tag auch der Seelen der Verstorbenen. Der Sonnengott wurde nun, zu Beginn der dunklen Winterzeit von dem keltischen Gott der Toten, abgelöst.
Die Kelten glaubten fest daran, dass die Seelen der Verstorbenen in der Nacht vom 31. Oktober als Geister auf die Erde zurückkommen, um in ihre Häuser zurückzukehren. Aber was war mit den Geistern und heimatlosen Seelen, die trotz der großen Feuer, die am Wegesrand entfacht wurden, den Weg nicht fanden und verzweifelt umherirrten? Von ihnen war nichts Gutes zu erwarten, sie spukten durch die Nacht, erschreckten friedliche Menschen und trieben ihr Unwesen mit ihnen.
Einige Jahrhunderte später, ungefähr 800 Jahre n. Chr., ernannte der Papst den 1. November, also den Tag nach dem 31. Oktober, zum Feiertag ‚Allerheiligen’, an dem der christlichen Märtyrer gedacht wurde. Aus dem Samhain- Fest wurde im Laufe der Zeit ‚das Fest am Vorabend zu Allerheiligen’, und das heißt auf englisch ‚All Hallows’ Evening’ oder abgekürzt ‚Hallows’ E’en’. Inzwischen sagen wir Halloween.
Obwohl das Samhain-Fest schon so lange her ist, verkleiden sich die Kinder heute noch als gruselige Gestalten, wie Gespenster, Hexen, Zauberer oder Vampire, um Geister abzuschrecken. Und das ist auch gut so – denn wer weiß denn schon genau, ob die Kelten im alten England nicht doch recht hatten….
Quelle: http://www.labbe.de/zzzebra/index.asp?themaid=236
Die Jahreszeiten – meterologisch, astronomisch betrachtet
Die Jahreszeiten unterteilen das Jahr in verschiedene Perioden, welche sich durch charakteristische astronomische oder klimatische Eigenschaften auszeichnen. Im alltäglichen Sprachgebrauch sind damit hauptsächlich meteorologisch deutlich voneinander unterscheidbare Jahresabschnitte gemeint; in gemäßigten Breiten sind dies Frühling, Sommer, Herbst und Winter, in den Tropen sind es Trockenzeit und Regenzeit. Die Beschreibung der Jahreszeiten bezieht sich in diesem Artikel auf die Nordhalbkugel der Erde, auf der Südhalbkugel sind die Jahreszeiten jeweils entgegengesetzt.
Im Laufe eines Jahres, also während eines ganzen Laufes um die Sonne, wird zum einen die revoltierende Erde wegen der Exzentrizität ihrer Umlaufbahn nun aus verschiedener Entfernung angestrahlt sowie zum zweiten ein Ort auf der Oberfläche der um sich selbst rotierenden Erde infolge der Neigung von Äquatorebene zur Bahnebene um etwa 23,5 ° dann auch in unterschiedlicher Weise wechselnd belichtet. Für einen bestimmten geographischen Ort werden diese Umstände bemerkbar als Unterschiede in der Intensität sowie der Dauer – als Länge eines lichten Tages – und dem Winkel von Belichtung durch die Sonne.
Während der Zeit zwischen Tag-und-Nacht-Gleiche im März und Tag-und-Nacht-Gleiche im September ist die Nordhalbkugel der Sonne stärker zugeneigt, so dass die Sonne für einen auf nördlichen gemäßigten Breiten befindlichen Beobachter im Zuge ihrer scheinbaren täglichen Bewegung einen hohen Bogen durchläuft. Bei hochstehender Sonne trifft die Sonnenstrahlung steil auf die Erdoberfläche und liefert so einen relativ hohen Energieeintrag pro Fläche. Weiterhin liegt der größere Teil der täglich durchlaufenen scheinbaren Sonnenbahn um die Erde als Tagesbogen oberhalb des Horizonts, sodass die Tage lang sind und viel Zeit für den Energieeintrag zur Verfügung steht. Der somit erhöhte Energieeintrag bewirkt in diesem Zeitraum eine Erwärmung der nördlichen Erdhalbkugel.
Befindet sich die Erde ein halbes Jahr später am gegenüberliegenden Punkt ihrer Bahn, so ist die Nordhalbkugel der Sonne abgeneigt – wegen der doch relativ raumfesten Lage der Erdachse (abgesehen von Präzession und Nutation). Für einen Beobachter auf der Nordhalbkugel ergibt sich eine niedrig verlaufende tägliche Sonnenbahn. Steht die Sonne tief, so trifft die Sonnenstrahlung flacher auf die Erdoberfläche, so dass sie sich auf eine größere Fläche verteilt und weniger Energie einträgt. Außerdem liegt nur der kleinere Teil der täglichen Sonnenbahn oberhalb des Horizonts, so dass der Energieeintrag nur für eine kurze Zeitspanne erfolgen kann. Die Folge ist eine Abkühlung der nördlichen Erdhalbkugel.
Wegen der thermischen Trägheit der Erde folgen Erwärmung und Abkühlung den Höchst- und Tiefstständen der Sonne mit einer Verzögerung von ein bis zwei Monaten. Die unterschiedlichen Sonnenbahnen haben in höheren geografischen Breiten die größte Auswirkung (Polarnacht), zum Äquator hin werden die jahreszeitlichen Unterschiede geringer.
Auf der Süd- und der Nordhalbkugel der Erde herrschen jeweils die entgegengesetzten Jahreszeiten: Ist im Süden Sommer, so herrscht auf der Nordhalbkugel Winter, und umgekehrt. In tropischen und subtropischen Gebieten unterscheidet man stattdessen zwischen Regen- und Trockenzeit. In den Tropen gibt es zwei Regenzeiten pro Jahr, die sich jedoch mit zunehmender geografischer Breite zu einer einzelnen, zweigipfeligen und schließlich in den Subtropen zu einer eingipfeligen Regenzeit wandeln.
Der im Jahresverlauf leicht veränderliche Abstand der Erde von der Sonne ist nicht die Ursache für die Jahreszeiten. Er macht lediglich die Südwinter etwas strenger und die Nordwinter etwas milder als sie bei kreisförmiger Erdbahn wären. Die Erde ist nämlich im Nordwinter an ihrem sonnennächsten Punkt (Perihel, ca. 3. Januar), während sie im Südwinter etwas weiter von der Sonne entfernt ist (Aphel, ca. 5. Juli). Stattdessen liegt der Grund für die Jahreszeiten im Winkel und der Dauer der Sonneneinstrahlung. Für Europa beträgt der Winkel im Sommer 60-65° und die Sonnenscheindauer in Mitteldeutschland (geographische Breite 50°) 16-17 Stunden, im Winter sind es hingegen 7-8 Stunden bei einem Winkel von nur 13-18°.
…..Fortsetzung gibt es auf: :
(http://de.wikipedia.org/wiki/Jahreszeit) am 18.5.2011








